Der Schweizer Milchverarbeiter erhöht in den ersten sechs Monaten den Nettoumsatz. Für das Gesamtjahr wird ein konzernweites Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent erwartet.

Die Emmi Schweiz AG, Luzern, erwirtschaftet im ersten Halbjahr einen Nettoumsatz von 1,339 Mio. Schweizer Franken (CHF) Das waren 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz in der Schweiz reduzierte sich allerdings um 4,1 Prozent. Das internationale Geschäft wächst hingegen um 18,4 Prozent auf 434 Mio. CHF.

Bereinigt um Akquisitions- und Fremdwährungseffekte wuchs das Ausland immer noch um 8,4 Prozent, während im Konzern der Umsatz um 1,1 Prozent sank.

Der Anteil des internationalen Geschäfts von Emmi beläuft sich auf rund 32 Prozent. Davon stammt je etwa die Hälfte von aus der Schweiz exportierten Produkten und von Tochterunternehmen wie den in den letzten Jahre übernommenen Unternehmen Onken, Cypress Grove Chèvre, Roth Käse und Bontà Divina.

Das EBIT und der Reingewinn wurden durch einen ausserordentlichen Gewinn beeinflusst. Die Butterzentrale in Luzern war verkauft worden und hatte einen Gewinn aus Anlagevermögen erzeugt. Bereinigt um diesen Einfluss stieg der Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 8,2 Prozent auf 61,7 Mio. CHF und der Reingewinn um 11,4 Prozent auf 39,3 Mio. CHF.

Damit habe sich Emmi, laut eigenen Angaben, von den Währungsturbulenzen im Vorjahr erholt. Für das Gesamtjahr 2012 sei ein konzernweites Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent und ein EBIT von 130 bis 145 Mio. CHF geplant. Die anvisierte Reingewinnmarge von zirka 3 Prozent sei realistisch. (hed)
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