Für das laufende Jahr rechnet Emmi-Chef Urs Riedener mit einem anhaltend harten wirtschaftlichen Umfeld. Dennoch will das Unternehmen 2017 leicht höhere Umsätze erzielen und auch die sich steigernde Ertragskraft stabilisieren. Wachstumsmotor soll laut Riedener vor allem das Auslandsgeschäft sein.  Er geht davon aus, dass in der Schweiz der deutliche Importdruck und der Einkaufstourismus anhalten werden.

In der Division America hingegen erwartet der Konzern eine weiterhin gute Entwicklung. Sorge macht das Geschäft in der Region Europa, das nach Einschätzung des Emmi-Chefs weiterhin vom niedrigen Britischen Pfund beeinträchtigt wird. Insgesamt soll sich das internationale Geschäft wieder günstig auf die Umsatzentwicklung auswirken, prognostiziert Riedener. Er geht von einem moderaten Umsatzplus aus - 1 bis 2 Prozent.

Aquisitionen bringen Gewinne

Im Geschäftsjahr 2016 konnte Emmi seinen Gewinn steigern. Nach eigenen Angaben stieg das Betriebsergebnis (EBIT) des führenden Schweizer Milchverarbeiters im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent auf 202,7 Mio. Schweizer Franken (CHF). Der Reingewinn lag mit 140,3 Mio. CHF um 16,7 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Seinen Nettoumsatz steigerte der Konzern um 1,4 Prozent auf knapp 3,26 Mrd. CHF. Schaut man sich die Zahlen jedoch bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte an, ist von Wachstum bei den Erlösen nicht mehr viel zu sehen (-1 Prozent).

Schweiz- und Europageschäft unter Druck

In der Region Europa erzielte Emmi 2016 zwar ein nominales Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 519 Mio. CHF, doch rein organisch ergab sich unterm Strich ein Rückgang um 0,2 Prozent. Dies führt der Vorstand vor allem auf den tiefen Kurs des Britischen Pfunds zurück, was insbesondere die Lieferungen von Dessertprodukten nach Großbritannien erschwerte. In der Division America konnte Emmi dagegen seinen Umsatzanstieg um 8,5 Prozent auf 865,6 Mio. CHF ausbauen, von dem organisch, also bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, immer noch ein Plus von 2,8 Prozent verblieb. (got)
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