Emslandstärke bereitet sich auf neue Agrarpolitik vor

Die deutsche Emsland-Gruppe will zuammen mit dem schwedischen Unternehmen Lyckeby Absatzmärkte für Stärke für die Papierindustrie ausbauen. Künftig sollen verstärkt Weizen und Mais als Rohstoff zum Einsatz kommen. Das Gemeinschaftsunternehmen Solam hat Anfang September in Hamburg die Geschäftsaktivitäten aufgenommen. In die Firmenneugründung gehen nach Angaben der beiden Mutterunternehmen Forschung sowie die strategische Ausrichtung ein. Solam legt den Fokus auf die Entwicklung und Vermarktung von Stärkeprodukten für die Papier- und Wellpappenindustrie. Hierfür werden die Vertriebsteams der Mutterunternehmen zusammengeführt. Die Zusammenarbeit erfolgt im Hinblick auf die ab 2012 wegfallende Subventionierung der Stärkekartoffel. Deswegen will Solam die Rohstoffbasis um Weizen- und Maisstärke erweitern.

Die Emsland-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Emlichheim. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 2008/09 einen Umsatz von 335 Mio. € erzielt. Etwa 840 Mitarbeiter sind in sechs Werken beschäftigt. Die Kartoffelverarbeitung beträgt rund 1,5 Mio. t. Der schwedische Partner Lyckeby ist auf Industriestärke spezialisiert. Es handelt sich um eine Sparte einer schwedischen Genossenschaft, die jährlich umgerechnet etwa 120 Mio. € umsetzt und die rund 800 Landwirten in Südschweden gehört. (db)
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