Ende der Beimischung gefordert


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Der Sinn staatlicher Förderung von Biokraftstoffen wird zunehmend in Frage gestellt. In dieser Woche haben Wissenschaftler der OECD die Kritik an Subventionen und Beimischungszwängen verstärkt. Einen Politikwechsel fordern Wissenschaftler der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Biokraftstoffe. Zunächst sollten die Ziele für Kraftstoffe der 1. Generation wie Biodiesel aus Pflanzenöl und Bioethanol aus Getreide neu definiert werden. Zur Begründung schreiben die OECD-Wissenschaftler, dass in den Ländern mit den ehrgeizigsten Zielen für eine Beimischung das Produktionspotenzial nicht ausreicht, um künftig diese Ziele zu erreichen. Ob Biokraftstoffe der 2. Generation Abhilfe schaffen können, muss nach Ansicht der Wissenschaftler noch erforscht werden. Die OECD-Wissenschaftler empfehlen den nationalen Regierungen, keine neuen Beimischungszwänge für Biokraftstoffe mehr einzuführen. Stattdessen sollten bestehende Ziele auslaufen. (db)
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