Die autonome Regierung Kataloniens hat die Salzablagerung auf der Halde El Cogulló der Iberpotash S.A. bis zum Jahre 2017 befristet und angekündigt, in Kürze mit einen Sanierungsplan den Rückbau der Salzhalde und die Sanierung der Fläche vorzuschreiben. Dies schreibt der Informationsdienst Euroticker.

Die Iberpotash S.A. ist eine Tochter des israelischen Düngemittelkonzerns ICL. Das Unternehmen ist der einzige Kalidüngerproduzent Spaniens und dort auch ein wichtiger Akteur auf dem Salzmarkt. Im September 2014 hat die EU-Kommission die spanischen Behörden in einem Vertragsverletzungsverfahren gerügt, weil sie "nicht die notwendigen Schritte unternommen haben, um sicher zu stellen, dass die auf der Halde abgelagerten Salzrückstände keine Gefahr für die menschliche Gesundheit entwickeln".

Die Kommission ist der Ansicht, dass die Halden schädliche Auswirkungen auf das Grund- und Oberflächenwasser haben. Sie droht mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Es drohe eine Versalzung des Rio Llobregat, von dem die Stadt Barcelona Trinkwasser bezieht.

Iberpotash habe bereits die erforderlichen Schritte zum Rückbau der Salzhalde auf dem El Cogullo und zur Beendigung der Salzablagerung unternommen, heißt es. Es würden zwei Aufbereitungsanlagen für die neu anfallenden Salzrückstände gebaut. (hed)
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