Endspurt für Photovoltaik


Die Senkung der Einspeisevergütungen für Solarstrom zur Jahresmitte hat im 1. Halbjahr 2010 zu einer Flut von Neuanträgen geführt. Viele Anlagenbetreiber haben sich noch die höheren Sätze gesichert. Die Bundesnetzagentur erwartet für das 1. Halbjahr 2010 einen Zubau an Photovoltaik-Anlagen von mehr als 3,0 Gigawatt an installierter Gesamtleistung. In diesem Zeitraum sind etwa 135.000 Meldungen bei der Bundesnetzagentur eingegangen, davon allein weit mehr als 50.000 im Monat Juni. Das bedeutet, dass allein in diesem einen Monat ein Zuwachs an installierter Leistung erfolgt ist, der annähernd der Gesamtsumme der ersten fünf Monate des Jahres entsprechen könnte, erklärt die Agentur. Ende 2009 hatte die installierte Leistung von Solarstrom-Anlagen in Deutschland insgesamt 9,8 Gigawatt betragen.

Die Bundesnetzagentur registriert Standort und Leistung der deutschen Anlagen. Sie errechnet auf Basis dieser Zahlen auch die Degressions- und Vergütungssätze für das Folgejahr, wie sie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen sind. Die Agentur stellt in Aussicht, bis 31. Oktober 2010 die Vergütungssätze für das Jahr 2011 zu veröffentlichen. Schon heute rechnet die Behörde für 2011 mit einer geringeren Vergütung für Solarstrom. (db)
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