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Bio-Energien haben das Potenzial, den Energiemix in Deutschland, Europa und der Welt in Zukunft merklich zu verbessern, prognostizierte Dr. Josef Auer von der Deutsche Bank AG heute in Frankfurt am Main bei der Vorstellung der Studie "Bio-Energien für die Zeit nach dem Öl". Gegenüber fossilen Energieträgern seien nachwachsende Rohstoffe nicht erschöpfbar, besäßen eine neutrale CO2-Bilanz und seien "unendlich nutzbar". Zudem biete sich den Landwirten vor dem Hintergrund der Diskussion um die Agrarsubventionen mit dem Anbau von nachwachsenden Rohstoffen eine alternative Einkommensquelle, die auf gesellschaftliche Akzeptanz stoße.

Der Sektor Bio-Energie zeige ein "stürmisches Wachstum", erläuterte Auer weiter und verwies darauf, das etwa der Anteil von Bio-Energie im Verkehr von 0,9 Prozent im Jahr 2003 auf 1,6 Prozent im Jahr 2004 gestiegen sei. Ebenso sei der Anteil von Bio-Energien im Wärmemarkt und in der Elektrizitätserzeugung in den vergangenen Jahren gestiegen. Als Gründe für diese Entwicklung nannte Auer insbesondere die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sowie die steuerliche Begünstigung von Bio-Kraftstoffen. Allerdings räumte Auer ein, dass die Produktion ohne staatliche Förderung derzeit größtenteils unwirtschaftlich sei. So sei die Produktion von Biodiesel mit 0,5 bis 0,8 €/l derzeit doppelt so teuer wie die Erzeugung von Kraftstoff aus fossilen Rohstoffen. Erst ab einem Ölpreis von 100 US-$ pro Barrel werde die Erzeugung von Biokraftstoffen mit heutiger Technik rentabel. (Wo)

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