Vertreter aus Wirtschaft und Politik treffen sich heute im Bundeskanzleramt zum Energiegipfel. Deutsche wollen Windräder, aber keine Stromtrassen.

Im Vorfeld des Treffens, das von Kanzleramtsminister Roland Pofalla (CDU) geleitet wird, gab es zahlreiche Stimmen über den Fortgang der Energiewende. Besonders deutlich äußert sich der Chef des Bundeskartellamtes Andreas Mundt. Gegenüber dem Handelsblatt sagte er, bei der Förderung der erneuerbaren Energien sei eine „deutliche Schieflage entstanden“. Er glaubt, die Förderung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) habe „jedes vernünftige Maß gesprengt“ und plädiert für einen Systemwechsel.

Die Deutschen scheinen hingegen von der Energiewende überzeugt. Dies zeigt eine Studie des Umweltministeriums, die heute von der Tageszeitung "Die Welt" zitiert wird. Danach unterstützen 87 Prozent Windparks auf dem Meer, 79 Prozent Windräder auf dem Festland und 77 Prozent Solaranlagen. Die Akzeptanz von Hochspannungsleitungen liegt laut der Studie hingegen nur bei 42 Prozent der Befragten.

Der Energiegipfel findet nicht nur ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel statt. Auch die Vorstandsvorsitzenden der vier großen Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW schicken ihre Vertreter. Anwesend sind neben Pofalla, Wirtschaftsminister Phillipp Rösler und Umweltminister Peter Altmaier. (hed)
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