Energieprämie fällt niedriger aus


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Die Energiepflanzenprämie muss in diesem Wirtschaftsjahr gekürzt werden. Die Obergrenze von 2 Mio. ha in der EU-27 wird aller Voraussicht nach deutlich überschritten. In der kommenden Woche wird die EU-Kommission im Verwaltungsausschuss für Direktzahlungen einen Kürzungssatz festlegen. Die von den Betrieben angemeldete Fläche für die Energiepflanzenprämie wird bei Flächenüberschreitung prozentual gekürzt. Die üblichen 45 €/ha angebauter Agrarrohstoffe auf Nichtstilllegungsfläche werden nicht mehr erreicht.

Wegen der sprunghaft angestiegenen Getreide- und Ölsaatenpreise hatten Landwirte, die sich in Verträgen mit zumeist deutlich niedrigeren Preisen gebunden hatten, ohnehin in dieser Saison das Nachsehen. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand und die Kaution für eine relativ niedrige Prämie. Die Energiepflanzenprämie hat durch die osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten dennoch eine Belebung erfahren. Dort durfte sie zum ersten Mal beantragt werden. Besonders in Polen und in der Tschechischen Republik soll davon rege Gebrauch gemacht worden sein. (Mö)

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