Zwischenfazit

Energiewende ist ein Flickenteppich

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig hat eine Deutschlandkarte mit dem Stand der Energiewende in allen etwa 12.000 deutschen Gemeinden vorgestellt. Ein Ergebnis: Der Westen hinkt vielfach hinter dem Norden und Osten hinterher, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

„Die dezentrale Energiewende ist Realität und findet flächendeckend über das gesamte Land statt", zitiert IWR Prof. Daniela Thrän, die am UFZ das Department Bioenergie leitet und gleichzeitig am Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) tätig ist. Weit vorne rangierten Gemeinden an der Westküste Schleswig-Holsteins mit zahlreichen Windparks und Biogasanlagen. Stark bei der regenerativen Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse seien auch weite Gebiete in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Nachholbedarf hätten dagegen Großstädte wie Berlin oder industrielle Ballungszentren in Hessen und Baden-Württemberg.

Ländliche Regionen mit viel Platz für Wind- und Solarparks bei zugleich dünner Besiedelung erreichten so leichter eine gute Position. Verdichtungsräume mit hohem Industrieanteil hätten dagegen noch größere Aufgaben zu bewältigen. (Sz)
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