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Die in der Agrarforschung vorhandenen Kapazitäten müssen besser verzahnt werden und enger kooperieren. Diese Forderung habe der Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern (MV), Dr. Till Backhaus, erhoben, informiert das Ministerium in Schwerin. Anläßlich einer gemeinsamen Veranstaltung der norddeutschen Länder MV, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel habe Backhaus geäußert, dass die Anforderungen an die agrarwissenschaftlichen Lehr- und Forschungseinrichtungen steigen würden. Nur Einrichtungen, die auf höchstem Niveau Leistungen erbrächten, würden Bestand haben, habe der Minister gesagt. Die öffentlich finanzierte Agrarforschung habe nicht nur die Aufgabe der Verbesserung der Produktionsmethoden. Sie sei auch als Berater der Politik in Fragen der Ausrichtung der Landwirtschaft wie auch der Entwicklung von Rahmenbedingungen unverzichtbar. Zukünftig würden betriebswirtschaftliche Komponenten innerhalb der Agrarforschung an Bedeutung gewinnen, meinte Backhaus. Hintergrund des Treffens der norddeutschen Länder war nach Aussage des Ministeriums das 7. Forschungsprogramm der EU für den Zeitraum 2006 bis 2010. Darin decke die Agrarforschung erstmals einen eigenen Teilbereich ab. (ED)
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