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Die britische Getreideernte 2008 ist etwas niedriger als erwartet ausgefallen. Das Landwirtschaftsministerium Defra in London hat in dieser Woche die gesamte Getreideernte 2008 auf 24,3 Mio. t beziffert und nicht wie im Oktober zunächst angenommen von 24,6 Mio. t. Die Korrektur ist hauptsächlich auf einen geringeren Weizenertrag zurückzuführen. Dieser liegt nun bei 8,3 t/ha und nicht wie in früheren Schätzungen bei 8,4 t/ha. Dennoch bleibt es dabei, dass dsa Vereinigte Königreich 2008 die höchste Weizenernte der Geschichte mit 17,2 Mio. t eingefahren hat.

In Industriekreisen dürften die Korrekturen keine Verwunderung hervorrufen. Da der Weizen im vergangenen Jahr sehr nass und spät geerntet wurde, kam es schon früh zu Vermutungen, dass die Erträge von der Defra etwas überschätzt waren. So war der Zeitpunkt der ersten Ernteerhebung im Vergleich zur späten Ernte relativ früh durchgeführt worden. In ersten Reaktionen wird die geringere Erntemenge positiv gewertet. Rein rechnerisch sind nun mehr als 200.000 t weniger Futterweizen zu exportieren. Auch die Gerstenernte fällt nun mit 6 Mio. t etwas niedriger aus als noch im Oktober mit 6,2 Mio. t geschätzt. (hi)

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