1

Umsatzrückgänge von 20 bis 30 Prozent verzeichnet das Fleischerhandwerk in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl die Betriebe der Fleischerinnung weder Geschmacksverstärker noch Separatorenfleisch, Farbstabilisatoren oder Konservierungsmittel in der Wurstherstellungen einsetzen, sagte der stellvertetende Landesinnungsmeister Hermann Ahrndt. In den 200 Betrieben der Branche gebe es derzeit noch 3.500 Angestellte und 450 Auszubildende. Die Maschinen wären nur noch zu 50 Prozent ausgelastet, seit Wochen gebe es Verluste. Durch andere Produkte könnten die Fleischer ihr Minus nicht kompensieren. Entlassungen wären sehr problematisch: Denn schicke man die Verkäuferinnen nach Hause, ließen sich die Öffnungszeiten nicht mehr einhalten.
Reiche das Geld nicht mehr für die Löhne, werde man freilich die Reißleine ziehen, zitiert die Ostsee-Zeitung den Geschäftsführer der Einkaufs- und Liefergenossenschaft des Fleischerhandwerks in Stäbelow bei Rostock, Kurt-Peter Schulze. Die Zahl der Privatfleischereien habe sich allein im Raum Rostock/Bad Doberan von 36 Anfang der 90er Jahre auf derzeit 21 reduziert. Unverständlich ist für Fleischermeister Michael Zander aus Schönberg die Tatsache, dass deutsche Schlachthöfe ab Februar keine deutschen Rinderdärme mehr als Wurstpelle verwenden dürfen. Solche aus Portugal könnten zum Beispiel aber weiter genutzt werden.(Bm)
stats