Entlastung des Milchmarkts gefordert

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Die sinkenden Milchpreise sind für den bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller ein deutliches Warnsignal des Marktes auf das permanente Milch-Überangebot in der EU. Verschärfend komme der Konkurrenzkampf des Lebensmittelhandels hinzu, der den Preisdruck noch verstärke, sagte der Minister in einem Gespräch mit Vertretern der Milchwirtschaft und Milcherzeugern in München. Ende 2003 waren bereits 280.000 t Butter und 170.000 t Magermilchpulver eingelagert. Laut Miller müsse die EU deshalb alle Beschlüsse zum Milchmarkt aussetzen, die zu einer weiteren Produktionsausdehnung führen. So sollte die Anhebung der Milchquoten ab 2006 bis auf weiteres verschoben und die Saldierungsmöglichkeit für Überlieferungen eingeschränkt werden. (HH)
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