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Die Entschädigung für entsorgte verbotene Futtermittel mit tierischen Eiweißen oder Fetten, die vor dem 2. Dezember 2000 hergestellt und in den Betrieben gelagert waren, ist bis zum 30. Juli 2001 zu beantragen, erinnert das hessische Landwirtschaftministerium, Wiesbaden. Antragsberechtigt seien Landwirte, Hersteller und Händler, die diese Futtermittel in den vergangenen Wochen über entsprechende Sammelstellen oder direkt über eine geeignete Verbrennungsanlage entsorgt haben. Die Anträge sind beim Regierungspräsidium Gießen, Schanzenfeldstraße 8, 35587 Wetzlar einzureichen. Nach Ablauf der Frist bestehe kein Anspruch mehr auf eine Entschädigung.

Die Entschädigung der Landwirte erfolgt im Rahmen einer Bund-Länder-Vereinbarung. Danach stehen für hessische Landwirte insgesamt 575.000 DM zur Verfügung. Die Finanzierung der Entschädigung von Händlern und Produzenten habe die hessische Landesregierung vorsorglich in ihr BSE-Soforthilfeprogramm aufgenommen. Der Bund weigere sich nach wie vor trotz intensiver Verhandlungen, die Entsorgungskosten und den Werteausgleich vollständig zu übernehmen, kritisierte der Hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel. (ED)
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