Entscheidung zu BSE-Risikomaterialien wird verschoben

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Der jüngste Vorschlag der EU-Kommission zum Umgang mit BSE-Risikomaterialien findet bei den EU-Mitgliedstaaten nicht die nötige Zustimmung. Die Kommission hatte kürzlich vorgeschlagen, das infektionsträchtige Gewebe aus toten Rindern nur noch in Ländern mit originären BSE-Fällen für die Verwendung im Tierfutter zu verbieten. In BSE-freien Ländern, wie Deutschland, soll es dagegen keine Auflagen geben. Die Veterinärexperten der meisten EU-Mitgliedstaaten, die sich am vergangenen Freitag in Brüssel trafen, sehen aber nicht die Notwendigkeit einer schnellen Entscheidung. Schließlich gebe es in Länderen mit BSE-Fällen jetzt schon nationale Verfütterungsverbote. Wegen des Widerstandes der Mitgliedstaaten wird der Kommission nichts anderes übrig bleiben, als im Ständigen Veterinärausschuss in der kommenden Woche eine bestehende, aber unerwünschte Entscheidung zu BSE-Risikomaterialien (97/534/EG) erneut zu verschieben. (Mö)
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