Envitec baut in Tschechien


Die Envitec Biogas AG, Lohne, stärkt die Präsenz in der Tschechischen Republik. Ein neuer Auftrag wird umgesetzt. Tschechien ist aktuell der stärkste Markt für Envitec in Zentral- und Osteuropa. Seit seinem Markteintritt im Jahr 2006 zählt der niedersächsische Biogasanlagenbauer dort insgesamt 19 Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 14 Megawatt (MW).

Laut Envitec wird jetzt eine weitere Anlage hinzukommen. Auftraggeber des Vorhabens für die Errichtung eines 527-kW-Biogasprojekts ist ein Agrarbetrieb in der zentralen tschechischen Region Süd-Moravia. Er verfügt den Angaben zufolge über mehr als 1.500 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, einem angegliederten Milcherzeugungsbetrieb sowie einem Schlachthaus.

Als Inputstoffe sollen der neuen Anlage in erster Linie nachwachsende Rohstoffe wie Maissilage, Grassilage, Sorghum, Getreidekorn sowie Rindergülle dienen. Die anfallende Wärme wird zukünftig zur Beheizung der landwirtschaftlichen Gebäude sowie des Schlachthauses verwendet, lauten die Pläne. Bis Mitte 2013 soll die Anlage den Betrieb aufnehmen, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber agrarzeitung.de.  

Tschechien fördert grüne Energie durch Biogasanlagenbau seit 2005. Im Moment gibt es landesweit etwa 360 Anlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von 258 MW. „Das Potenzial Tschechiens liegt bei etwa 800 Anlagen", so Hendrik van der Tol, Geschäftsführer der Envitec Biogas Central Europe s.r.o. mit Sitz im tschechischen Velké Meziøíčí.

Die staatlich kontrollierten Preisregularien seien in Tschechien für 2013 angepasst worden und würden einen Gesamtbonus für ein Jahr von umgerechnet etwa 0,164 €/kWh vorsehen. Dieser Bonus wird gezahlt für eine kombinierte Strom- und Wärmeproduktion sowie die Beheizung externer Gebäude. Bislang wird Biogas in Tschechien vor allem zur Verstromung eingesetzt. (Sz)


 
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