Hauptversammlung

Envitec bleibt optimistisch


Die Aktionäre der Envitec Biogas AG haben auf der Hauptversammlung am Dienstag den positiven Geschäftsverlauf der Gesellschaft 2015 honoriert - trotz eines weiterhin volatilen Marktumfelds. Sie sprachen Vorstand und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus, teilte Envitec mit. Der Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, aus dem Bilanzgewinn des Unternehmens in Höhe von 15,5 Mio. € einen Betrag von rund 11,9 Mio. € auszuschütten, wurde ebenfalls angenommen. Dies entspreche einer Dividende von 0,80 € je dividendenberechtigter Stückaktie.

Envitec sieht sich als vollintegrierter Biogas-Allrounder mit einem starken Eigenbetrieb und einem professionellen Serviceangebot den Angaben zufolge „insgesamt gut aufgestellt". Im Anlagenbau verzeichne das Unternehmen vor allem in europäischen Märkten wie Großbritannien, Frankreich und Dänemark sowie auf dem asiatischen Markt eine hohe Nachfrage. Schritt für Schritt mache sich hier die Ausgliederung des Anlagenbaus und die effiziente Ausrichtung auf internationale Wachstumsmärkte bezahlt.

EEG-Novelle enttäuscht

Der deutsche Markt wird im Anlagenbau laut Envitec erwartungsgemäß weiterhin keine Impulse liefern. Daran ändere auch die Anfang Juni vom Bundeskabinett verabschiedete Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nichts. „Die neue EEG-Novelle zementiert den fehlenden politischen Willen in Deutschland, in der Energiewende auf die flexible Energieform Biogas zu setzen. Daher müssen wir langfristig neue Wege ohne EEG-Vergütung einschlagen. Wir setzen dabei vor allem auf den Ausbau unseres Service-Angebots, auf unsere technologische Stärke im Markt und den nachhaltigen Betrieb von Biogasanlagen", so Vorstandsvorsitzender Olaf von Lehmden.

Prognose wird bekräftigt

Für das laufende Geschäftsjahr 2016 bestätigte der Vorstand auf der Hauptversammlung seine Prognose einer leichten Umsatzsteigerung sowie einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses (Ebit) gegenüber dem Vorjahr. (Sz)
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