Große Pläne

Envitec erschließt Japan

Neue Zeichen setzen will die Envitec Biogas AG gemeinsam mit der japanischen Biogasfirma Renagen. Nach dem bereits im Sommer unterzeichneten Planungsvertrag liegt dem niedersächsischen Experten nun der unterzeichnete Bauvertrag vor, informierte Envitec.

Die 250 kW-starke Biogasanlage, die in der Nähe der Großstadt Osaka gebaut wird, soll im Frühjahr 2015 ans Netz gehen. „Dieses Projekt ermöglicht uns, auch auf dem japanischen Markt die Effizienz unserer Waste-to-Energy-Technologie unter Beweis zu stellen", so Hendrik van der Tol, Envitec-Regional Director Asia/Pacific.

Die Energiegewinnung durch Reststoffe markiere für das Industrieland Japan einen wichtigen Schritt zur Erreichung der national gesteckten Klimaziele. Mit mehr als 126 Millionen Einwohnern liegt Japan auf Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder der Erde. Nach den USA und Frankreich nahm der Inselstaat vor der Tsunami-Katastrophe den 3. Platz der weltgrößten Produzenten von Atomstrom ein.

Heute liefere keiner der ehemals 50 aktiven Reaktoren Japans Strom. Neben Atomkraft waren Öl aus der Golfregion und Kohle aus Australien bis dato die wichtigsten Energieträger. Nur 4 Prozent der Energie stammten aus erneuerbaren Quellen.

Renagen ist den Angaben zufolge Teil der Rematec Holding, eines der führenden Reststoff-Verwertungsunternehmen in Japan und Südost-Asien. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Envitec sollen jährlich bis zu zehn Biogasanlagen in Japan entstehen, heißt es in Lohne. (Sz)
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