Erfahrungswerte für Ebermast fehlen noch


Kurzfristig sollte es keine Mast von Ebern in Deutschland geben. Dafür sei es noch zu früh, meinte Dr. Wolfgang Markert, Forschungsleiter Schwein des niederländischen Mischfutterkonzerns Provimi B.V., Rotterdam.  Aus Sicht der Fütterung biete das Verfahren der Mast unkastrierter männlicher Tiere einige neue Aspekte, äußerte Markert gestern auf der Veranstaltung "Fokus Schwein" auf dem Firmengelände der Bröring-Gruppe HBD in Löningen. Auf der Grundlage neuer Untersuchungen konnte Markert die Effekte einer verbesserten Futterausnutzung sowie einen höheren Magerfleischanteil belegen. Auf dieser Basis könne ein ökonomischer Vorteil von bis zu 10  € pro Tier im Vergleich zum kastrierten Schwein errechnet werden.  Jedoch seien darin die bisher üblichen Abschläge für Eberfleisch unberücksichtigt. Grundsätzlich sei die Ebermast nach Ansicht des Referenten möglich, jedoch bedürfe es zunächt noch der Erarbeitung weiterer Erfahrungswerte, auch hinsichtlich der Fütterung sowie der Tierhaltung unter Praxisbedingungen. (jst)  
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