Während der Umsatz der DSV-Gruppe im Wirtschaftsjahr 2015/16 nur leicht auf 163,4 Mio. € nachgab, halbierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,1 Mio. €. Die DSV-Gruppe, zu der die deutsche Muttergesellschaft DSV AG sowie Tochterunternehmen in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Polen gehören, ist damit aber zufrieden. Grund: Wegen eines umfangreichen Investitionsprogramms hat das Management ursprünglich mit einem noch stärkeren Ergebnisrückgang gerechnet, teilte das Unternehmen mit.

Die DSV Deutsche Saatveredelung AG mit Hauptsitz in Lippstadt erzielte mit rund 450 Mitarbeitern einen Umsatz von 151,7 Mio. € auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sackte um 55 Prozent auf 3,1 Mio. € ab. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,08 € erhalten.

Hauptumsatz in der Gräsersparte

Bei den Umsätzen der DSV Deutschland blieben sowohl die Netto-Warenverkäufe mit 129,9 Mio. € als auch die entsprechenden Lizenzerträge mit 21,2 Mio. € stabil. Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes wurde in der Sparte Gräser und Zwischenfrüchte erzielt, der Rest entfiel auf die Sparte Marktfrüchte wie Ölfrüchte, Getreide und Mais. Hierbei blieben sowohl die Umsätze der Gräser als auch der Ölfrüchte konstant.

Wachstum beim Öko-Saatgut

Ein Umsatzplus von mehr als einem Fünftel gelangt im Vertrieb von Öko-Saatgut. Bei Zwischenfruchtmischungen gingen die Umsätze anders als in den Vorjahren hingegen zurück.

„Vor dem Hintergrund einer erschwerten Marktlage aufgrund der Milchkrise und niedrigerer Erzeugerpreise für Marktfrüchte ziehen wir für die Entwicklung der Umsätze ein positives Fazit“, sagte Dr. Axel Kaske, stellvertretender Vorstand. „In diesem Umfeld bewies das DSV-Konzept der Integrierten Qualität, nämlich die Durchgängigkeit von Entwicklung, Beratung und Service, seine Robustheit.“ (sp)
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