Ergebnis von BDI bricht ein

Die österreichische BDI - Bioenergy International AG spürt das wirtschaftlich schwere Umfeld. Neue Geschäftsfelder sollen unterstützen. Das Unternehmen aus Grambach/Graz hat im 1. Halbjahr 2012 Umsatzerlöse von 15,2 Mio. € eingefahren. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 17,4 Mio. €. Das aktuelle operative Ergebnis (Ebit) wird mit 0,4 (Vorjahr: 2,6) Mio. € angegeben. Die Zahlen zeigten das wirtschaftlich schwierige Umfeld, in dem BDI zurzeit operiert. 2012 sei als „Übergangsjahr" geplant worden, um das Unternehmen im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung erfolgreich zu positionieren.

So soll das Portfolio der Österreicher künftig vom Spezialanlagenbau für die Biodiesel- und Biogas-Branche hin zum Komplettanbieter von komplexen industriellen Green-Tech-Lösungen erweitert werden. Der Einstieg in die Segmente Abfall- und Reststoffverwertung sowie Biogas für industrielle Anwender sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen.

Ein „zukunftsweisender Meilenstein" ist für BDI das Projekt Biocrack, das in Kooperation mit dem europäischen Mineralölkonzern OMV durchführt wird. Dazu wurde Anfang Juli eine Pilotanlage in Schwechat bei Wien in Betrieb genommen, laut BDI die weltweit Erste ihrer Art. Biocrack bedeutet, dass aus fester Biomasse, etwa Hackschnitzel oder Stroh, direkt in der Raffinerie Dieselkraftstoff von höchster Qualität erzeugt wird. BDI verspricht sich damit „die Öffnung eines internationalen Marktes".

Für das Gesamtjahr 2012 werde bei BDI derzeit ein Umsatz von 29 bis 30 Mio. € veranschlagt, sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber agrarzeitung.de. Im Jahr 2011 waren es etwa 35 Mio. €. Das Ebit solle 2012 den Angaben zufolge voraussichtlich etwa 1,0 (3,6) Mio. € betragen. (Sz)       
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