Erhöhung der Milchquote bleibt

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Die für die Jahre 2006 und folgende beschlossene Erhöhung der Milchquote um insgesamt 1,5 Prozent in der EU-25 wird trotz der Überschüsse nicht zurückgenommen. Dies hat EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel bei einem Treffen mit dem deutschen Milchindustrie-Verband (MIV) am Dienstag in Brüssel erklärt. Toni Meggle, Vorsitzender des MIV, hatte die Kommission aufgefordert, die Anpassungsfähigkeit der Milcherzeuger nicht zu sehr zu strapazieren. Die Milchquoten sollten deshalb nur aufgestockt werden, wenn der Markt dies erlaube. Der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller ging noch weiter. Er forderte auf einer Veranstaltung zum Thema am selben Tag in der bayerischen Landsvertretung in Brüssel, die Quotenerhöhung zumindest bis 2009 auszusetzen.

Fischer Boel steht dagegen fest zum Beschluss der EU-Agrarminister vom Juni 2003. Sie forderte die Milchbranche auf, die größere Marktorientierung als Chance wahrzunehmen. Die Politik werde bei der Beseitigung von Überschüssen kaum helfen. So stellte die Kommissarin klar, dass mit Exporterstattungen für Milchprodukte in Zukunft kaum noch zu rechnen sei. (Mö)
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