Das Geschäftsklima in der Ernährungsindustrie ist so gut wie seit vorigen September nicht mehr. Dabei schloss auch das Jahr 2011 mit Wachstum. Das Statistische Bundesamt bestätigt die Konjunkturprognosen der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) für 2011. Nachdem im Dezember 2011 ein Umsatz von 12,9 Mrd. € erwirtschaftet wurde, erreichte die Branche einen Jahresumsatz 2011 von insgesamt 164,6 Mrd. €. Gegenüber 2010 wurde ein nominales Wachstum von 8,4 Prozent erreicht. Allerdings verbleibt nur ein realer Zuwachs um 1 Prozent, wenn der Anstieg der Erzeugerpreise von 6,1 Prozent abgerechnet wird.

Das Exportgeschäft verlief im letzten Quartal 2011 deutlich gemäßigter als in den übrigen Quartalen, was auf das Jahresergebnis durchschlug. Entgegen positiverer Erwartungen erzielte die Ernährungsindustrie 2011 einen Auslandsumsatz von 47,1 Mrd. € und steigerte ihre Exporte um 10,1 Prozent. Auch hier sind Preissteigerungen um 8,4 Prozent maßgeblich.

Im Januar steigen die Preise für wichtige Grundstoffe der Lebensmittelproduktion zwar um 5 Prozent gegenüber Dezember 2011, sie notierten damit aber 9,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. (az)
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