Stagnation

Ernährungsindustrie tritt auf der Stelle


Auf 172,2 Mrd. € beziffert die Ernährungsindustrie ihre Umsätze für das Jahr 2014. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Rückgang um 1,7 Prozent, gab die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) heute in Berlin bekannt. Ein wesentlicher Grund für die rückläufigen Zahlen sei in der demographischen Entwicklung  zu suchen, so BVE-Geschäftsführer Christoph Minhoff. Dieser Trend werde sich fortsetzen und die Unternehmnen müssten sich auf ein anhaltend schwieriges Geschäft einstellen, führte er aus.

Damit werde das ohnehin sehr wichtige Exportgeschäft eine noch höhere Bedeutung gewinnen, so Minhoff. Im Ausland seien 2014 Lebensmittel im Wert von 54,4 Mrd. € abgesetzt worden, entsprechend einer Exportquote von 32 Prozent. Rund 80 Prozent davon entfallen auf die Länder der EU. In diesem Zusammenhang betonte Minhoff die große Bedeutung des Freihandelsabkommens TTIP zwischen den USA und der EU. Hier böten sich große Chancen für Ernährungsexporte in die USA. Hinsichtlich des russischen Exportembargos empfahl Minhoff die ständige Prüfung der Sanktionen. Dies geschehe auch, zeigte sich Minhoff zuversichtlich. (jst)
  
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