Die Unternehmen der Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich gut aufgestellt. Steigende Rohstoff- und Energiekosten beunruhigen die Branche. Der Verein Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern (AMV), Bentwisch, hat für das 1. Halbjahr 2011 ein „Barometer Ernährungswirtschaft" erstellt. Den Ergebnissen zufolge bezeichneten knapp 54 Prozent der Unternehmen der Branche im Nordosten die allgemeine Auftragslage als gut oder sehr gut. Nur knapp 9 Prozent schätzen sie als schlecht ein. Der Umfang der Investitionen bewegt sich auf vergleichsweise hohem Niveau: Bei mehr als einem Viertel der Befragten wurden Investitionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgestockt; bei rund der Hälfte der Befragten sind die Investitionsausgaben gleich geblieben, bei 23 Prozent wurden die Ausgaben zurückgeschraubt. Die Exporte sind Januar bis Juni 2011 gegenüber 2010 bei mehr als der Hälfte der Unternehmen gestiegen oder gleich geblieben. Erfreulich sind die Aussagen zur Wettbewerbsposition: Der Umfrage zufolge schätzten mehr als 88 Prozent der Unternehmen die Lage als konstant oder verbessert ein.

Die Daten zur künftigen Geschäftslage dokumentieren eindeutig positive Erwartungen an das 2. Halbjahr 2011, heißt es in Bentwisch. Mehr als drei Viertel aller Befragten prognostizieren den Angaben zufolge gleichbleibende oder steigende Erträge. Erfolg versprechende Exporterwartungen mit Steigerungen oder gleichbleibendem Niveau seien bei fast zwei Drittel der Firmen ermittelt worden, Investitionsplanungen bei mehr als einem Drittel. Kletternde Rohstoffkosten, Preisdruck sowie die Energieproblematik nennen die Marktanalysten als die drei großen Themen, die bei der Frage nach aktuellen Problemen am häufigsten genannt worden sind. Befragt wurden laut AMV insgesamt 130 Unternehmen der Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. (az)
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