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Die ostdeutsche Ernährungswirtschaft gehört mit einem Umsatz von 27 Mrd. DM mittlerweile zwar zu den führenden Wirtschaftszweigen in den neuen Bundesländern. Dennoch sei die Bilanz zehn Jahre nach der Wiedervereinigung nicht durchweg positiv, erklärte Prof. P. Michael Schmitz, Direktor des Instituts für Agribusiness in Leipzig, kürzlich auf den Leipziger DLG-Tagen. So erreiche die Arbeitsproduktivität nur 80 Prozent des westdeutschen Niveaus. Die Lohnstückkosten hingegen würden um 25 Prozent höher liegen. Auf Grund struktureller Defizite und einer extrem dünnen Kapitaldecke könnten nicht immer die geforderten Mengen geliefert werden, es fehle Geld für Vermarktungsaktivitäten sowie für Forschung und Entwicklung. Auch das Auslandsengagement lasse zu wünschen übrig, so Schmitz. Die Exportquote der neuen Bundesländer liege mit 6 Prozent deutlich unter der der alten Bundesländer mit 12 Prozent. (ED)
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