Bundesumweltminister Peter Altmaier ist mit dem Verlauf des Klimagipfels in Doha unzufrieden. Er schlägt einen „Club der Energiewendestaaten" vor.

„Seit Tagen wird in Doha über die Rettung des Weltklimas verhandelt, bislang ohne jeden Erfolg", sagte Altmaier in einem Gespräch mit der Bild am Sonntag. Das aktuelle Tempo des internationalen Klimaschutzes sei absolut unzureichend. Es fehle allerorten an politischem Willen und an öffentlicher Unterstützung, kritisierte der Minister. Altmaier mahnte, dass die vereinbarten Ziele nur zu schaffen seien, wenn Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer gemeinsam „aufwachen und handeln".

Weltweit funktioniere Umweltschutz nur noch über den Ausbau an erneuerbaren Energien, so Altmaier. Deshalb werde er sich in Doha für einen „Club der Energiewendestaaten" starkmachen, die gemeinsam zu Vorreitern werden sollen. Der Club solle im Januar 2013 in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, gegründet werden, kündigte er an.

In Katar verhandeln seit vergangener Woche 194 Staaten über die Zukunft des internationalen Klimaschutzes. Die Beratungen auf Ministerebene beginnen in dieser Woche. Der Gipfel endet am Freitag. (sch) 
stats