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Bei einer Großrazzia bei Subunternehmern in der Fleischwirtschaft haben vorige Woche rund 200 Einsatzkräfte 44 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Zwei Beschuldigte wurden wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr verhaftet. Veranlasst hatte die Oldenburger Staatsanwaltschaft die Untersuchung wegen illegaler Arbeitnehmerüberlassung, berichtet LZ-Net. Nach Informationen von LZ-Net richtet sich das Ermittlungsverfahren unter anderem gegen sechs Verantwortliche dreier Subunternehmer aus Werlte, Wiesbaden und Kiel. Auch gegen zwei Verantwortliche der Weidemark Fleischwaren GmbH & Co. KG in Sögel wird ermittelt. Das Unternehmen ist eine Tochter des größten europäischen Fleischvermarkters, der B+C Tönnies Fleischwerk Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beschuldigten Subunternehmen vor, zwischen Januar 2000 und Februar 2004 unter dem Deckmantel von Werkverträgen mehrere hundert Arbeitnehmer aus Polen und Ungarn illegal an Weidemark verliehen zu haben. Dabei sollen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 5 Mio. Euro hinterzogen worden sein, berichtet LZ-Net weiter. (ED)

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