Ernte in der Ukraine erstaunt

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Die Getreideernte in der Ukraine wird höher eingeschätzt als noch vor einigen Wochen angenommen. Dies ist vor allem auf eine deutlich größere Gerstenernte zurückzuführen, wogegen die Weizenernte erheblich kleiner als im Vorjahr ausfallen wird. Die Ukraine wird 2006 recht wenig Weizen ernten. In einem Gespräch mit der Agrarzeitung Ernährungsdienst geht Björn Stendel, Leiter der Filiale von Toepfer International in Kiew, derzeit von einer Produktion von rund 14 Mio. t aus, nach 18,7 Mio. t im vergangenen Jahr. Deshalb rechnet Stendel auch mit deutlich kleineren Exporten. Diese werden im Wirtschaftsjahr 2006/07 auf 3 bis 4 Mio. t fallen. Im Wirtschaftsjahr 2005/06 konnte die Ukraine noch fast 6,5 Mio. t Weizen exportieren. Erfreulich sind dagegen die Perspektiven für Gerste. Die Anbaufläche - etwa 90 Prozent der ukrainischen Gerste ist Sommergerste - wurde in diesem Jahr deutlich ausgedehnt. Bei sehr guten Erträgen ist eine Rekordernte von 11 bis 12 Mio. t (Vorjahr 8,8 Mio. t) möglich.Nach einem trockenen Herbst 2005 und einem langen, harten Winter waren viele Getreide- und Rapsbestände noch Anfang April als mäßig bis schlecht zu bewerten. Milde Temperaturen und eine gute Wasserversorgung haben seitdem aber für hervorragende Wachstumsbedingungen gesorgt, so Stendel. (Ps)
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