Hopfen

Ernte wird zweistellig schrumpfen


Die Hopfenerzeuger kämpfen nach der extremen Trocknehit und den Hitzwellen der vergangenen Wochen um ihre Ernte. Beim Verband deutscher Hopfenpflanzer in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) sind nun auch Entschädigungszahlungen für die Hopfenpflanzer im Gespräch. Diese seien vor allem auch deshalb nötig, weil sich die Bauern nicht gegen Trockenheit versichern könnten, heißt es beim Verband. 

Seit Juni hat es in der Hallertau kaum geregnet. Zudem wird nicht einmal ein Viertel der Anbaufläche in Deutschland bewässert. "Bei einzelnen Hopfensorten kann es daher sogar zu Engpässen kommen", befürchtet Verbandssprecher Ottmar Weingarten. So sei zum Beispiel auch der Hersbrucker Hopfen stark von der Hitze betroffen. Die deutlichen Ernteinbußen hatten sich bereits im Juli angekündigt: Die Messung des Hopfenverbandes ergab im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um etwa 17 Prozent. Die neuesten Prognosen für die Ernte wird der Verband am 27. August bekanntgeben.   


Die kleineren Hopfenernte wird aber wohl keine Auswirkungen auf den Bierpreis haben, meint Marc-Oliver Huhnholz vom Deutschen Brauerbund in Berlin. "Aufgrund der Lagerhaltung sind die Brauer in aller Regel nicht von Ernteinbußen beim Hopfen abhängig", so Huhnholz. (HH)
 
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