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Die diesjährige Getreideernte in Weißrussland dürfte länger dauern und knapper ausfallen als offiziell erwartet. Wie die Minsker Wirtschaftszeitung "Belorusskaja Delowaja Gaseta" unter Berufung auf das nationale Landwirtschaftsministerium berichtet, wurden zum Anfang dieser Woche von 72 Prozent der gesamten Anbaufläche 4,4 Mio. t Getreide geborgen. Noch Ende Juli hatte das Ressort die Getreideerzeugung auf bis zu 7 Mio. t geschätzt gegenüber nur 4,9 Mio. t im Vorjahr. Laut dem Pressedienst des Minsker Präsidialamtes zeigte sich das Staatsoberhaupt Alexander Lukaschenko besorgt über die Verzögerung der Feldarbeiten und die dadurch bedingten Ernteverluste. Weil die geplanten Erntefristen nicht einzuhalten sind, musste das ursprünglich auf das letzte Wochenende im August angesetzte zentrale Erntedankfest um einen Monat verschoben werden. (pom)
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