Ernteschätzungen verstärken Nervosität


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Eine Getreideernte von knapp 41.Mio. t hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) veröffentlicht. Damit würde das Ergebnis um etwa 6.Prozent unter dem nicht gerade üppigen Vorjahresergebnis liegen. "Die erste DRV-Ernteschätzung steht unter dem Eindruck der Trockenheit im April. Nach den ergiebigen Regenfällen seit Mai kann sich die Zahl bei unserer nächsten Abfrage und Schätzung Ende Juni durchaus noch erhöhen", sagte DRV-Abteilungsleiter Dr. Henning Ehlers im ED-Interview, das am Samstag in der Agrarzeitung Ernährungsdienst (ED) erscheint. Ehlers betont:" Ob wir in Deutschland bei einem Inlandsverbrauch von 39 Millionen Tonnen schließlich 43, 41 oder 46 Millionen Tonnen Getreide ernten, ist für die Preisbildung nicht so entscheidend. Viel wichtiger werden Weltmarkteinflüsse durch den Dollarkurs, das Ergebnis der EU-Getreideernte sowie Ernteerwartungen in Nordafrika ebenso wie in der Schwarzmeerregion sein."

Optimistischer ist die EU-Kommission, die am Donnerstag im Ver- waltungsausschuss Getreide eine erste Ernteschätzung vorgelegt hat. Sie geht für Deutschland mit 43,7.Mio.t etwa von einer Ernte in Höhe des Vorjahres aus. Für die gesamte EU-27 schätzt die Kommissi- on eine Menge von 275.Mio..t Getreide, im Vergleich zu den 266.Mio..t des Vorjahres. Die Nervosität an den Märkten steigt. (db)

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