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Ab dem 1. Juli 2010 sollen Landwirte verpflichtet werden, Schutzmaßnahmen gegen Erosion auf Äckern und Wiesen vorzunehmen. Nur dann erhalten sie weiterhin die volle Höhe der EU-Direktzahlungen. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor. Die EU-Kommission hatte angemahnt, Deutschland würde den Erosionsschutz in den Cross-Compliance-Auflagen vernachlässigen. Deshalb sollen laut Gesetzentwurf nun Flächen, die ein hohes Risiko für Wasser- oder Winderosion bergen, identifiziert und mit Bewirtschaftungsauflagen versehen werden. Ursprünglich war als Termin der 1. Januar 2009 vorgesehen. Allerdings hat die Erörterung des Gesetzes so lange gedauert, das Informationen zum Grad der Erosionsgefährdung, ab dem Maßnahmen nötig werden, nicht rechtzeitig zur Verfügung standen. Kommende Woche berät der Bundestag erstmalig über den Gesetzentwurf. Es ist zu erwarten, dass das Gesetz noch vor der Bundestagswahl in Kraft tritt. (sta)
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