„Wir freuen uns, dass die große Mehrheit der Landwirte das Erstaudit bestanden haben“, sagte Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. In der ersten Runde könne man fast 2.000 schweinehaltende Betriebe in die Initiative aufnehmen, das sind über 90 Prozent der Interessenten. Die in die Initiative aufgenommenen Schweinemastbetriebe, sauenhaltende Betriebe und Ferkelaufzuchtbetriebe haben nun einen Auszahlungsanspruch auf das Tierwohlentgelt über eine Laufzeit von drei Jahren.

Insgesamt sind seit Mai 86 Auditoren von 15 Zertifizierungsstellen in der gesamten Bundesrepublik unterwegs, um die Einhaltung der Kriterien zu prüfen. Dazu gehört unter anderem eine Mindestanzahl an Tränken, eine Überprüfung des dort angebotenen Wassers oder andere Grundanforderungen an die Stallböden.

Rund 6 Prozent der Betriebe konnten die Kriterien nicht erfüllen. Bei den meisten Schweinehaltern sei es an der Stalleinrichtung und Anlagen gescheitert, gab die Initiative bekannt. Die für diese Landwirte reservierten Mittel fließen zurück in den Tierwohl-Etat und sollen für Betriebe auf der Warteliste verwendet werden.

Die Resonanz auf das freiwillige Bündnis für eine tiergerechtere Fleischerzeugung von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhändlern war so groß, dass zahlreiche Betriebe noch keine Gelder erhalten, sondern auf einer Warteliste gelandet sind. Derzeit arbeitet das Bündnis an einer erweiterten Finanzgrundlage. (az)
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