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Zum ersten Mal beginnt am 15. September auf der Internetseite www.farmworld.de die Versteigerung eines jungen Fleckviehfressers. Das Mindestgebot beträgt 1,- DM. Die Versteigerung ist für 14 Tage angesetzt, informiert die Farmworld GmbH, Flensburg. Was den jungen Fresser Xaver vom Betrieb Haller aus Bad Iburg noch relativ cool lässt, sei für den Europäischen Agrarhandel ein weiteres deutliches Signal, dass sich das Internet in Zukunft zu einem festen Bestandteil des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten entwickeln werde. In den USA würden bereits heute 10 Prozent der landwirtschaftlichen Vorleistungen über das Internet gehandelt. Der europaweite Handel mit Vieh, aber auch mit Gebrauchtmaschinen stelle demgegenüber eine größere Herausforderung dar. "Noch bestehen hier Vorbehalte, da die Tiere nicht in der üblichen Art und Weise beurteilt werden können", sagt Dr. Uwe Scheper von Farmworld, "aber wir entwickeln gerade ein System, dass potenziellen Käufern die benötigten Daten liefert. Er kauft die Katze im Netz also nicht im Sack". In Nordamerika finden schon seit geraumer Zeit Viehsteigerungen statt. Es dürfte nach Ansicht von Farmworld also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Handel mit Rindern und Schweinen auch in Europa weniger per Handschlag und immer mehr per Mausklick erfolgt. (ED)
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