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Der erste BSE-Fall im Saarland/Landkreis Saarlouis ist am Samstag durch die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen für Tiere in Tübingen bestätigt worden. Dies teilte das saarländische Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit. Es handele um eine im Oktober 1995 in Norddeutschland geborene Kuh, die am 6. April 1998 in diesen Bestand zugekauft wurde. Weitere Ermittlungen seien eingeleitet worden. Zur Abklärung der Herkunft des Tieres werde eine Genomanalyse durchgeführt. Seit das Tier im Bestand im Landkreis Saarlouis gehalten wird, habe es zweimal gekalbt. Die Kälber stehen noch im betroffenen Betrieb, informiert das Ministerium weiter. Der Betrieb hält 172 Rinder und ist seit den Schnelltestergebnissen vom 14. März gesperrt. Seither war auch die Milchabfuhr eingestellt. Die Sperrung einer Schlachtstätte war nicht erforderlich, da die Kuh nicht geschlachtet wurde, sondern verendet ist. In der laufenden Woche werde entsprechend den bundesrechtlichen Vorgaben und im Interesse des Verbraucherschutzes eine Keulung des gesamten Viehbestandes auf dem betroffenen Hof angeordnet. (ED)
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