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Gestern wurde in Thüringen der erste BSE-Fall des Bundeslandes bestätigt, teilt das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in Erfurt mit. Somit gibt es nun in Deutschland kein Bundesland mehr ohne BSE-Fall. Die bundesweite Gesamtanzahl hat sich auf 108 erhöht.
Das 1997 geborene Rind wurde wegen einer Krankheit getötet und der Tierkörperbeseitigungsanstalt zugeführt. Dort genommene Proben erbrachten bei zwei Schnelltests unterschiedliche Ergebnisse. Die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen hat anschließend die Erkrankung mit BSE bestätigt. Nunmehr werden etwa 280 Tiere der Geburtskohorte sowie der Fütterungskohorte getötet und unschädlich beseitigt.
Zwei neue BSE-Fälle wurden in Bayern entdeckt, so dass allein in diesem Bundesland die Anzahl auf 52 gestiegen ist. Es handelt sich um zwei weibliche Fleckviehrinder aus der Oberpfalz und aus Oberbayern, die beide 1996 geboren wurden. Ein Tier hatte BSE-typische Krankheitszeichen gezeigt. Beide Rinderbestände wurden gesperrt.
In Baden-Württemberg ist gestern der neunte BSE-Fall bestätigt worden. Wie das dortige Landwirtschaftsministerium mitteilt, handelt es sich um eine am 4. März 1996 geborene Kuh aus dem Ostalbkreis. Die Kohortentötung werde angewendet. (ED)
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