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Der erste BSE-Fall in der Slowakei ist durch einen von der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen durchgeführten Kontrolltest definitiv bestätigt worden. Das teilte das Pressburger Landwirtschaftsminsiterium gestern mit. Da die betroffene sechs Jahre alte Kuh im Landkreis Ziar na Hronom aus der heimischen Zucht stamme, werde verstärkt nach der Ursache der Erkrankung gesucht, die vermutlich in der Fütterung liege, erläuterte eine Sprecherin des Ressorts. Nach Information des nationalen Veterinärdienstes SVS wurden inzwischen 33 Rinder aus derselben Herde gekeult, die 12 Monate jünger oder älter waren als das erkrankte Tier, sowie ein direkter Nachkomme des BSE-Tieres.

Unterdessen haben die Nachbarstaaten Polen und Ungarn die Einfuhren von Rindfleisch aus der Slowakei vorerst untersagt. Allerdings soll der BSE-Fall nach Auffassung des SVS-Leiters, Dusan Magic, keine weitgehenden Auswirkungen auf die Rindfleisch-Exporte haben. So werde das Land lebende Rinder weiterhin nach Italien ausführen, das der wichtigste Abnehmer für slowakische Nutztiere sei. (pom)
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