Das Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz meldet den ersten Fund eines Maiswurzelbohrers. Der Pflanzenschutzdienst intensiviert die Beobachtungen um den Fundort. Bereits am vergangenen Sonntag war der Käfer in einer Lockstofffalle in der Gemarkung von Bodenheim im Landkreis Mainz-Bingen gefunden worden. Um den Fundort herum werden Befalls- und Sicherheitszonen eingerichtet. Im benachbarten hessischen Kreis Groß Gerau war bereits kürzlich ein Exemplar des Quarantäneschädlings in die Falle gegangen. Das Ministerium in Mainz hält weitere Funde in den kommenden Tagen in der Südpfalz nicht für unwahrscheinlich, weil Exemplare des Maiswurzelbohrers auch im nahe gelegenen Baden-Württemberg gemeldet wurden.

Die rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Umweltministerin Ulrike Höfken betont den Wert einer abwechslungsreichen Fruchtfolge zu Eindämmung: "Die effektivste Bekämpfungsmaßnahme des Maiswurzelbohrers ist eine geregelte Fruchtfolge mit mindestens einjährigen Anbaupausen für Mais. Insektizidbehandlungen haben keinen vergleichbar hohen Wirkungsgrad". Dass der gefährliche Schädling jetzt auch im Land aufgetreten sei, unterstreiche die Forderung der Landesregierung nach einer weit gestellten Fruchtfolge im Rahmen der Diskussionen um die Ökologisierung („Greening") der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU und zum Erneuerbare-Energien-Gesetz. (brs)
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