In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstagabend bereits sämtliche Geflügelbestände in einem Umkreis von 3 km rund um den Seuchenbetrieb (Sperrbezirk) abgeschlossen worden. Insgesamt mussten rund 32.200 Tiere getötet und fachgerecht entsorgt werden. Anschließend wurden Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt.

Es gelten weiterhin strenge Vorschriften wie das Aufstallverbot in den betroffenen Landkreisen, ein Wildmonitoring sowie ein Verbot von Geflügelbörsen in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Die epidemiologischen Untersuchungen gehen indes weiter. Bisher wurden über 500 Proben durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei auf H5N8 analysiert. Bisher sind alle Ergebnisse negativ. Es handelt sich bei dem Virus erstmals um den hochpathogenen aviären Influenzavirus (H5N8).

Auch die Landwirtschaftsministerien der anderen Bundesländer haben ihre Halter und Jäger zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier bezeichnete den Virus für die gesamte Geflügelwirtschaft als ernste Bedrohung. Es sei daher zu hoffen, dass es mit den jetzigen Maßnahmen gelinge, die Seuche einzudämmen. (hed)
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