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Wien/ED, 24. Juli - Die Qualität der Getreideernte 1998 in Österreich wird, je nach Erntetermin und Getreideart, unterschiedlich eingeschätzt. Die Erträge, so die Erfasser, seien generell geringer als im Vorjahr und dürften den Ergebnissen von 1996 nahekommen. Dies berichtet das Agrarische Informations-Zentrum (AIZ), Wien, aufgrund von Informationen aus Genossenschaften und Handel. Insgesamt sei bei Weizen ein deutliches Ertragsminus zu verzeichnen, gleichzeitig werde aber von hervorragender Weizenqualität mit Proteingehalten auf weiten Strecken von über 14 Prozent gesprochen, erklärt das AIZ. Bei Futtergerste sei anfänglich die Qualität, insbesondere in Bezug auf Hektolitergewicht und Siebung, schwach gewesen, habe sich aber zu den späteren Druschterminen soweit gebessert, daß nun interventionsfähige Ware eingebracht werden konnte. Als Erzeugerpreise (jeweils exclusive zehn Prozent Mehrwertsteuer) höre man aus Genossenschaften und Handel überwiegend 136 bis 140 öS/dt (19,30 bis 19,90 DM/dt) in den östlichen Getreideüberschußregionen, so das AIZ. 145 öS/dt (20,60 DM/dt) - abgeleitet vom Interventionspreis - werden laut AIZ in den westlicheren Regionen gezahlt, wo die Futtergerste regional an Viehhalter weiter abzusetzen versucht wird.
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