Nordzuckerkampagne

Erträge mit großem Gefälle


Die 13 Werke liefen im Durchschnitt 88 Tage, und damit deutlich kürzer als in den Vorjahren, teilte der Konzern mit. In allen Nordzucker-Anbaugebieten wurden nach der Rekordente 2014 im vergangenen Jahr die Flächen für den Anbau von Zuckerrüben stark reduziert, um dem Marktdruck zu begegnen.

Insgesamt verarbeitete das Unternehmen konzernweit in seinen 13 Werken rund 12,5(Vorjahr:18,3) Mio. t Rüben. „Die diesjährige Kampagne trägt klar die Handschrift des Marktes und zeigt, dass wir beides können: extrem lange Kampagnen wie im Vorjahr, aber auch relativ kurze, wie die diesjährige“, erklärte Produktions-Vorstand Axel Aumüller. Über alle Länder gesehen liegt der diesjährige Zuckerertrag im langjährigen Mittel. Und dennoch gibt es regional sehr große Unterschiede.

Besonders erfreulich seien die Erträge in Deutschland und Dänemark. Mit rund 13,0 8 (14,3) t/ha Zucker  liegen die Erträge in Deutschland trotz einer verzögerten Aussaat und einem mühsamen Start damit über den Erwartungen. In Dänemark konnten 13,1 (14,2) t/ha Zucker gewonnen werden. Die Kampagne im schwedischen Werk Örtofta war in diesem Jahr wegen der Flächenreduktion zwar kurz, die Erträge lagen aber mit 10,8 (12,2) t/ha auf einem gut durchschnittlichen Niveau. Auch in Litauen 9,6 (11,9) t/ha, Polen 10,0 (11,9)  t/ha und der Slowakei 9,9 (12,6) t/ha lagen die Zuckererträge witterungsbedingt teilweise deutlich unter dem Vorjahresergebnis aber noch im langjährigen Mittel. Nur 56 Tage dauerte die Kampagne in Finnland. Grund für das unterdurchschnittliche Ergebnis von 5,3 (7,6) t/ha waren laut Nordzucker ein regenreicher Sommer und früh einsetzende Nachtfröste. (SB)
stats