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Alle landwirtschaftlichen Tierhalter sollten eine "Ertragsschadenversicherung" abschließen. Dies empfiehlt der Staatsekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, Dietmar Schulz aus aktuellem Anlass. Nur so könnten im Falle eines Seuchenausbruchs empfindliche finanzielle Einbußen vermieden werden. Trotz Pflichtversicherung durch die Tierseuchenkasse können anzeigepflichtige Tierseuchen (Maul- und Klauenseuche, Schweinepest, Geflügelpest, BSE) die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe gefährden. Dies werde leider gelegentlich unterschätzt, so der Staatssekretär. Muss aus Seuchenschutzgründen ein Tierbestand getötet werden, erstattet die Tierseuchenkasse nur den so genannten "gemeinen Tierwert". Für Erlöseinbußen oder Folgekosten kommt sie nicht auf. Dazu zählen zum Beispiel unverkäufliche Milch, Vernichtung und Neubeschaffung von Futtermitteln, Desinfektionskosten oder Einkommensausfallzeiten. (ED)
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