In Nordwesteuropa wächst eine kleinere Kartoffelernte heran als 2011. Einschränkungen in der Anbaufläche und schlechtere Wachstumsbedingungen treffen zusammen.

Nach einer ersten Schätzung des Verbands der Nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) werden in den Haupterzeugungsländern auf 3,5 Prozent weniger Fläche als im Vorjahr Kartoffeln angebaut. Die Erzeuger in allen fünf Ländern, auf die sich die Schätzung bezieht, pflanzten weniger.

Am deutlichsten schränkten belgische Erzeuger um 7 Prozent ihre Flächen ein, gefolgt von britischen Kartoffelanbauern mit einem Minus um 5,5 Prozent. Am stabilsten wird die Fläche in Frankreich geschätzt mit einem Minus von 0,2 Prozent. 

Für eine belastbare Erntemengenschätzung sei es zwar noch zu früh, betont der Verband. Er errechnet aber dennoch bereits eine um 9,3 Prozent kleinere Erntemenge aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. Nicht erfasst sind darin die Produktion von Pflanz- und Stärkekartoffeln.

Der Verband weist auf die ungünstigen Wachstumsbedingungen als Grundlage der Schätzung hin: Recht späte Auspflanzungen und wenig Sonnenschein zur Hauptwachstumsphase. Ende September soll die Schätzung aktualisiert werden. (brs)


 
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