Die Vereinigung der nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger hat innerhalb eines Monats ihre Ernteschätzung leicht nach oben korrigiert. In Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden kommen demnach 24,8 Mio. t Konsumware zusammen. Diese Korrektur um 300.000 t nach oben begründet die Vereinigung mit den inzwischen eingebrachten Erträgen.

Tatsächlich bedeutet diese Korrektur, dass die diesjährige Ernte um 13 Prozent kleiner ausfällt als die Ernte 2014 und um 1,6 Prozent unter dem Fünf-Jahresdurchschnitt liegt. Die Qualität sei insgesamt recht gut. Allerdings sei in Bayern Trockenheit derzeit ein Erntehindernis und entlang der belgischen und niederländischen Küste seien es nasse Böden. Zwar verläuft die Ernte zügig. Der Rückstand gegenüber sonstigen Jahren sei aber eindeutig, so die Vereinigung. Anfang Oktober waren noch 40 Prozent der europäischen Kartoffelernte im Boden.

Den Kartoffelerzeugern wird aber dringend angeraten, bei der Rodung und Einlagerung auf die Qualität zu achten. Die Nachfrage der Verarbeiter sei aufgrund der guten Konsumnachfrage nach Kartoffelprodukten gut. Auch der Export nach Ost- und Südeuropa pflegt den Preis. (brs)
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