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Eine Wiederzulassung der Beizmittel für Maissaatgut mit muss bald erfolgen. Das wurde bei der Jahrestagung des Deutschen Maiskomitees (DMK) in Hanau heute deutlich. Prognosen sind, wie die Diskussion zeigte, schwierig. Die Zulassung des Wirkstoffs Clothianidin gegen den Maiswurzelbohrer, der in der Beize Poncho Pro enthalten ist, wird an die Auflage gekoppelt werden, dass das Saatgut nur mit Maschinen ausgebracht werden darf, die nachweislich keine Staubabdrift erzeugen. Solche Maschinen sind nun entwickelt und vom Julius-Kühn-Institut (JKI) geprüft worden, berichtete Dr. Heinz Ganzelmeier vom JKI. Eine Abdriftreduzierung um bis zu 90 Prozent sei erreicht worden. Nun müsse das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als Zulassungsbehörde die Ergebnisse bewerten. Ganzelmeier war zuversichtlich, dass dieser Teil der Zulassung im Dezember erfolgen könnte. Die Entscheidung über die Wiederzulassung des Wirkstoffes obliege aber dem BVL, betonte er.

Auch die Wiederzulassung von Mesurol-Beizen gegen Vogelfraß wird von Saatgutanbietern und Maiserzeugern dringend erwartet, damit die Beizung rechtzeitig erfolgen kann, war auf der Tagung zu hören. Allerdings gebe es von Jagdverbänden Einwände: Fasane und Rebhühner hätten sich zuletzt kaum noch vermehrt. (brs)

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