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Vorausgesetzt, das Wetter schlägt keine Kapriolen mehr, dann gibt es wohl keine großen Überraschungen am süddeutschen Getreidemarkt. Es wird wieder mit einer leicht überdurchschnittlichen Erntemenge gerechnet. Unter Wertung derzeit erkennbarer Tatbestände hält man im Erfassungshandel Erzeugerpreise für Brotweizen von etwa 80 bis 85 EUR/t netto, Valuta 1. Oktober, für realistisch. Mit Prognosen für die jeweiligen Aufschläge beim Qualitätsweizen halten sich die Beteiligten noch zurück, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Roggen bleibt, wegen der fehlenden Interventionsmöglichkeiten, eine schwierige Frucht. Andererseits wurde die Anbaufläche deutlich eingeschränkt. Es wird wohl wieder sehr stark unterschieden zwischen Futter- und Backqualitäten. Für Brotroggen sind als Erzeugerpreise 70 bis 75 EUR/t und für Futterroggen bis 65 EUR/t im Gespräch. Letztlich wird aber die verfügbare Menge entscheiden, wie sich die Roggenpreise regional entwickeln.
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