Milchmarkt

Erzeugung in Ostdeutschland rückläufig

Die Erzeuger in den ostdeutschen Ländern haben 2016 über das gesamte Jahr 3,9 Prozent weniger Milch angeliefert als im Vorjahr, teilt das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern (MV) mit. Im Westen der Republik sei dagegen mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent die Anlieferungsmenge stabil geblieben. Für Deutschland insgesamt habe sich 2016 eine Verringerung der Milchmenge um 0,7 Prozent ergeben.

Allein das Bundesland MV habe in der vergangenen zwei Jahren sieben Prozent der Milchviehhalter verloren, die Zahl der Milchkühe habe sich von Ende 2014 bis Ende 2016 um knapp sechs Prozent verringert, heißt es weiter. Besonders starke Rückgänge habe es dabei im vierten Quartal 2016 gegeben. In diesen drei Monaten habe der Rückgang der Milcherzeugung über 10 Prozent gelegen. Damit sei MV selbst im Osten Spitzenreiter.

Auf dem Milchbauerntag des Bundes Deutscher Milchviehhalter (BDM)in dieser Woche in Karow habe der Staatssekretär im Schweriner Landwirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Buchwald, darauf verwiesen, dass Hilfszahlungen für den Sektor nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden könnten. Der Sektor müsse sich selbst organisieren und zukunftssicher aufstellen, so Buchwald. Dabei sei entscheidend, dass die Branche Lieferbeziehungen etabliere, die ein Reagieren auf Marktentwicklungen möglich mache, ohne das Preisrisiko allein der Erzeugern zu überlassen. (jst)
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