Ethanol aus Mais ist grün genug


Erleichterung in der Ethanolbranche der USA: Die Umweltbehörde EPA bescheinigt Ethanol aus Mais nun doch ausreichende Umweltvorteile gegenüber fossilen Treibstoffen. Die EPA hat noch einmal gerechnet. Sie kommt für Ethanol aus Mais jetzt auf ein Treibhausgasminderungspotenzial gegenüber fossilem Brennstoff von mindestens 20 Prozent. Damit darf der Kraftstoff auch nach dem neuen Standard RFS2 eingesetzt werden. In früheren Berechnungen kam die EPA nur auf eine Minderung von 16 Prozent. Das hätte nicht ausgereicht, um den Standard einzuhalten. Die EPA begründet die Heraufsetzung damit, dass die Maiserträge bisher zu niedrig angesetzt worden seien. Außerdem sei jetzt die Verwendung der Nebenerzeugung in die Bilanz eingeflossen.

Damit kann die Erzeugung von Biokraftstoffen in den USA weiter ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2022 soll sie gegenüber dem heutigen Stand verdreifacht werden. Den größten Anteil sollen allerdings Kraftstoffe der 2. Generation haben auf Basis von Rohstoffen, die nicht für die Nahrungskette vorgesehen sind. Dennoch bleibt für Ethanol aus Mais Luft. Die Menge kann noch um etwa ein Viertel gesteigert werden.

Der Ethanolverband Growth Energy begrüßt die neue Bewertung. Allerdings stört sich der Verband daran, dass die EPA der Ethanolherstellung aus Zuckerrohr ein Treibhausgasminderungspotenzial von 50 Prozent einräumt. Der Verband fürchtet, dass diese Einstufung Ethanolimporte aus Brasilien begünstigen könnte. (db)
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